Viele Läufer geraten während des Laufens in einen Rauschzustand. Sie erleben das sogenannte Runners High, das man auf Deutsch als Läuferhoch bezeichnen könnte. Während des Runners High befindet man sich in einem Rauschzustand – fast so als hätte man sich mit Drogen gedopt. Als Resultat will man gar nicht mehr damit aufhören, zu laufen.

Auf Wikipedia wird Rausch folgendermaßen definiert: Rausch bezeichnet einen emotionalen Zustand übersteigerter Ekstase bzw. ein intensives Glücksgefühl, das jemanden über seine normale Gefühlslage hinaushebt.

Dieser Zustand kann durch Drogen erreicht werden, aber auch durch intensive sportliche Betätigung. Vor allem Läufer aber auch Radfahrer kippen oft in diesen Zustand. Aber warum ist das so?

Wie fühlt sich ein Runners High an? Erfahrungen

Laufanfänger glauben oft gar nicht, dass es so etwas wie ein Runners High wirklich gibt, bis sie selbst das erste Mal in den Laufrausch geraten. Spätestens dann ist die Leidenschaft für den Laufsport nicht mehr aufzuhalten.

Man nimmt an, dass für das Runners High Endorphine verantwortlich sind. Beim Laufen werden diese vermehrt ausgeschüttet. Dadurch wird im Gehirn ein Glücksgefühl ausgelöst, so dass du dich euphorisch fühlst. Abgesehen von der Euphorie haben Endorphine auch eine schmerzstillende Wirkung. Da du dich im Runners High glücklich fühlst und du deine Schmerzen nicht mehr wahrnimmst, fühlst du dich so, als ob du ewig weiterlaufen könntest.

Ich selbst gerate relativ selten in ein Läuferhoch, meistens befinde ich mich beim Laufen in einem Flowzustand. Ein Runners High erreiche ich eigentlich nur nach besonders intensiven Belastungen, zum Beispiel nach einem Treppenlauf oder nach meinem Intervalltraining.

Grundsätzlich erreicht auch nicht jeder Läufer das Runners High gleich schnell: Manche geraten nie in ein Läuferhoch hinein, andere müssen nur loslaufen, um sogleich berauscht zu sein.

In vielen Fällen wird das Runners High aber nicht erreicht, weil der Läufer nie seinen inneren Schweinehund überwindet und nie an den Rand der Leistungsgrenze gerät. Das ist bei den meisten Menschen jedoch die Voraussetzung, um in den Rausch zu geraten

Wie erreiche ich ein Runners High?

Normalerweise musst du mindestens 40 Minuten laufen, um in ein Läuferhoch zu geraten. Wenn du jedoch in dieser Zeit deiner Leistungsgrenze nicht nahe kommst, wirst du natürlich auch kein Läuferhoch spüren.

Um das Runners High zu erreichen, solltest du daher etwas schneller laufen als normalerweise. Die Puslbelastung sollte zumindest 75 bis 80% deiner maximalen Herzfrequenz betragen. Auch Intervalltrainings oder intensive Treppen- bzw. Bergläufe eignen sich gut dazu, um in einen Läuferrausch zu geraten.

Die Gefahr eines Läuferhochs?

Eigentlich ist ein Runners High ganz ungefährlich. DIe einzige wirkliche Gefahr ist, dass du deine Schmerzen nicht mehr wahrnimmst und dich verletzt.

Natürlich kann es auch sein, dass du süchtig wirst: Wer regelmäßig einen Endorphin-Rausch erlebt, will dieses Gefühl natürlich immer wieder erreichen. Stoppt man jedoch das Training, nachdem der Rausch zur Gewohnheit geworden ist, bekommt man oft Entzugserscheinungen. Manchmal äußern die sich in Depressionen, bei den meisten jedoch nur in einer gedrückten Stimmung. Ganz so schlimm wie bei Kokain oder Heroin ist der Entzug zum Glück nicht. 😉

Habt ihr schon mal ein Runners High erlebt. Wie fühlt es sich für euch an?


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