Seien wir doch ehrlich… egal, ob Sommer oder Winter: eine Ausrede, um nicht laufen gehen zu müssen ist schnell gefunden. An einem Tag sieht es verdächtig nach Regen aus, am anderen war der Arbeitstag ohnehin schon anstrengend genug. Wieder ein anderes Mal ist – ganz offiziell- der Innere Schweinehund stärker als alles andere.

Videobeitrag: Den inneren Schweinehund bekämpfen

Im folgenden Video zeigt Markus Dawo, wie du den inneren Schweinehund effektiv bekämpfen kannst. Dieses Video stammt aus unserem Online-Laufseminar Von 0 auf Marathon.

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Dabei verhält es sich mit dem Laufen ähnlich wie mit dem Reisen in einem Flugzeug. Der Start ist schwierig, danach oben zu bleiben, deutlich leichter.

Den Inneren Schweinehund überwinden zu wollen ist daher für viele zu einem wichtigen Thema geworden. Um hier jedoch erfolgreich zu sein, gilt es zunächst, den Feind ein wenig besser kennenzulernen.

Was ist der Innere Schweinehund überhaupt?

Den Inneren Schweinehund besiegen ist einfacher als angenommen. Wie genau jedoch dieses „lustige Tier“ in Deinem Falle aussieht, ist von Deinem Typ abhängig.

Oder anders: der Innere Schweinehund ist Deine individuelle Ausrede auf alles, auf das Du keine Lust hast. Gemütlich sitzt er auf der Couch, hat das Abendessen (in Form von Chips und Cola) selbstverständlich schon vorbereitet. Ja, der Schweinehund funktioniert einfach… und gibt Dir die perfekte Gelegenheit dazu, die Schuld für Deinen Trainingsausfall einfach auf jemand anderen zu schieben.

Du kannst nichts dafür, dass die Joggingschuhe heute nicht zum Einsatz kamen. Der Innere Schweinehund hat Dich überredet. So einfach funktioniert menschliches Denken.

Was wäre aber, wenn wir uns dem entgegensetzen? Die Innere Schweinehund Psychologie funktioniert nur so lange, wie wir ihr eine Chance geben. Wer den Inneren Schweinehund besiegen möchte, muss schwere Geschütze gegen die eigene Trägheit auffahren… doch genau DANN wird es sportlich.

Welche Faktoren hindern mich daran mein Training durchzuziehen?

Die Gründe, weswegen es „heute absolut keine gute Idee“ ist, die Sporttasche zu packen, sind sehr vielfältig. Besonders oft werden hier…:

  • Familie
  • ein anstrengender Beruf
  • bequemere Hobbys
  • Freizeitaktivitäten aller Art

oder „eine sicherlich herannahende Erkältung“ vorgeschoben. Die „schlechte“ Nachricht für alle Sportmuffel: die meisten Ausreden können mit einem Gegenargument locker ausgehebelt werden.

  • Du hast Deiner Freundin schon lange versprochen, sich mit ihr zu verabreden? Dann geht doch zusammen laufen (oder zumindest spazieren)!
  • Dein Arbeitsalltag war heute besonders anstrengend? Super! Sport sorgt für einen freien Kopf, lässt Dich besser schlafen und schneller entspannen!

Zudem musst Du für eine Einheit nicht zwangsweise ein Zeitfenster von mehreren Stunden einplanen! Oft sind es vor allem die kurzen Sessions die -regelmäßig ausgeführt- für effektive und nachhaltige Ergebnisse sorgen.

Die absolute Standard-Ausrede, wenn es darum geht, sich (scheinbar) ganz legitim gegen den Outdoor-Sport entscheiden zu dürfen, ist jedoch der Klassiker: das Wetter!

Klar: selbstverständlich gibt es durchaus Witterungen, in deren Zusammenhang es alles andere als sinnvoll ist, die Joggingschuhe zu schnüren.

Dennoch gilt, dass Bewegung an der frischen Luft bei Temperaturen zwischen 0°C und 29°C in den meisten Fällen absolut unbedenklich ist. Vorsicht geboten ist jedoch dann, wenn…:

das Sportvergnügen trüben oder Deine Gesundheit -aus welchem Grund auch immer- angeschlagen ist. Besonders beginnende Erkältungen und Husten können sich nach einer ausgiebigen Bewegungseinheit noch weiter verschlimmern.

Im Zweifelsfall ist hier immer der behandelnde Arzt der richtige Ansprechpartner. Gegen leichten Niederschlag und niedrigere Temperaturen hingegen, hilft die passende Kleidung.

Achte hierbei auf…:

  • eine angenehme Atmungsaktivität
  • ein vergleichsweise leichtes Eigengewicht
  • helle Farben, die Du gegebenenfalls durch integrierte Reflektoren ergänzt
  • ein schnelles Trocknen.

So perfekt ausgestattet, stellt es in der Regel auch kein Problem dar, im Herbst oder im Winter zu joggen. Wichtig ist, dass Du Dich wohl fühlst und weder schwitzt noch frierst. Gegebenenfalls gilt es dann, das Outfit entsprechend der Jahreszeit anzupassen.

Wie überwinde ich den inneren Schweinehund?

Wer seinen Inneren Schweinehund überwinden möchte, muss vor allem über die Psyche arbeiten. Fühlst Du Dich wohl und erkennst Du, wie gut Dir die sportlichen Einheiten tun, werden die Chancen des Schweinehundes immer kleiner.

Was genau Dich im Endeffekt motiviert, ist natürlich von Deinen persönlichen Vorlieben abhängig. Besonders beliebt ist in diesem Zusammenhang…:

  • das Tracking Deiner Leistungen (wer sieht, wie er sich verbessert, trainiert lieber und ausdauernder)
  • das Hören von Musik beim Laufen
  • Trainieren gemeinsam mit Freunden
  • das Setzen eines Ziels, beispielsweise in Form von einem Marathon oder einem bestimmten Gewichtsverlust
  • das Anmelden im neuen Fitnessstudio um die Ecke (es ist erwiesenermaßen schwerer, sich aufzuraffen, wenn das nächste Laufband am anderen Ende der Stadt steht.)

Ein allgemein gültiges Rezept zum Überwinden des Inneren Schweinehundes gibt es jedoch genauso wenig, wie eine Garantie dafür, dass dies wirklich immer gelingt. Wer es jedoch geschafft hat, einmal einen bestimmten Punkt zu überwinden, am Ball zu bleiben und konsequent weiter zu trainieren, wird langsam aber sicher zum Herrscher über wohl eines der unbeliebtesten Tiere der Sportgeschichte.

Spätestens dann, wenn das Schlechte Gewissen zum ernstzunehmenden Gegenspieler des Hundes geworden ist, ist das Wichtigste geschafft.

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