Ein Läufer oder Jogger beansprucht beim Training alle Muskeln seines Körpers – ein weitverbreiteter Irrglaube. Wir verraten Dir, welche Bereiche tatsächlich aktiv sind und was du zusätzlich tun kannst, um auch die restlichen Muskeln zu trainieren.

(Foto © Flamingo Images)

Beim Lauftraining spannst du viele verschiedene Muskeln oder Muskelgruppen an und forderst sie auf diese Weise. Die gesamte Beinmuskulatur bis hin zum Gesäß kommt zum Einsatz. Am häufigsten beanspruchst du aber die Muskulatur der Waden und des Fußes.

Videobeitrag: Welche Muskeln beanspruchst du beim Laufen?

Noch mehr ins Detail geht Markus Dawo im Rahmen unseres Laufseminars Von 0 auf Marathon. Im folgenden Video erklärt er anschaulich, welche Muskeln beim Laufen verwendet werden und wie sie zusammenarbeiten. Für mehr Informationen zum Laufseminar klicke hier.

Die Wadenmuskulatur

So trainierst du beim Laufen allen voran die Waden. An diesen befinden sich mehrere dicke Muskelstränge, die du durch die Laufbewegung ständig forderst und trainierst. Die Muskeln müssen sich nicht nur an deine Lauftechnik gewöhnen, sie müssen sich immer wieder auf den Untergrund einstellen, auf dem du gerade läufst.

Die Fußmuskulatur

Gerne übersehen: Aber auch die Füße leisten beim Joggen Schwerstarbeit. Die stetige Laufbewegung trainiert sämtliche Muskeln der Füße. Unter anderem deshalb ist es besonders wichtig, dass du einen gut sitzenden Laufschuh trägst. Er muss den Fuß während des Trainings stabilisieren und unterstützen.

Die Oberschenkelmuskulatur

Um eine schöne Figur zu bekommen, ist Laufen ein wunderbares Bauch-Beine-Po-Training. Du trainierst durch die Laufbewegung vor allem den oberen Teil der Oberschenkel, aber: Die Muskeln baust du hier nur so weit auf, wie es für dein Training notwendig ist. Möchtest du darüber hinaus Muskeln aufbauen, solltest du ein zusätzliches Krafttraining absolvieren.

Die Bauch- und Po-Muskeln

Gleiches gilt für die Muskelgruppen in Bauch und Gesäß: Ein regelmäßiges Lauftraining beansprucht diese Bereiche und gibt ihnen – im Laufe der Zeit – eine schöne Form. Wer aber auf ein Sixpack hinarbeitet oder auf einen „Knackpo“ spekuliert, sollte auch hier auf ein zusätzliches Krafttraining setzen.

Die Armmuskulatur

Wenn du joggst, schwingen deine Arme rhythmisch mit, so trainierst du auch die Armmuskulatur. Sie geben deinem Körper das Gleichgewicht und die Bewegung gibt dir den nötigen Schwung, den du beim Laufen benötigst. Wer die Arme allerdings sichtbar trainieren möchte, sollte besser zu den Hanteln greifen.

Die Nacken- und Rückenmuskulatur

Last, but not least: Du spannst auch die Nacken- und Rückenmuskulatur an. Um Verspannungen oder gar Muskelkater an dieser Stelle zu vermeiden, solltest du stets darauf achten in einer geraden Haltung zu laufen.

Und wie schaffe ich den Ausgleich?

Es ist immer besser, alle Muskeln gleichmäßig zu trainieren. So überforderst du den stark beanspruchten Teil der Muskeln nicht. Überlastungen können vor allem bei Laufanfängern böse enden: Ignorierst du überlastungsbedingte Schmerzen, können schwere Schäden an Muskeln und Sehnen entstehen. Deshalb gilt: Steigere deine Trainingsumfänge nur langsam und gib deinem Körper genügend Zeit, um sich zu regenerieren.

In den Trainingspausen bietet sich ein- bis zweimal die Woche ein Krafttraining im Sport-Studio oder daheim an. Auch regelmäßiges Schwimmen eignet sich hervorragend, denn hier trainierst du genau die Muskeln, die du beim Laufen vernachlässigst.

Welchen Sport betreibst du zum Ausgleich? Oder kennst du sinnvolle Zusatzübungen? Wir freuen uns auf deine Kommentare!

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